… aber richtig!

von Sabine Brumme

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Zu einer artgerechten Pferdehaltung gehört neben vielem anderen auch der Weidegang, der dem natürlichen Verhalten der Pferde am weitesten entgegenkommt. Die zunehmende Anzahl von Pferden, die während der Weidesaison krank werden – insbesondere durch Hufrehe –, sorgt jedoch bei immer mehr Besitzern für Unsicherheit, ob denn Pferde überhaupt auf die Weide sollten. Das kommt auf das richtige Weidemanagement an.

Stünde genügend Fläche zur Verfügung, würde sich eine Pferdeweide mit der Zeit in Richtung eines sehr strukturreichen Ökosystems entwickeln – mit hoch- und kurzrasigen Bereichen, offenen Bodenstellen, Randbereichen und vielem mehr. In einer extensiven Weidelandschaft ist das im Rahmen von vielen Naturschutzprojekten genauso zu beobachten. Dafür stehen vor allem auf mageren Standorten pro Pferd teilweise bis zu zwei Hektar Fläche zur  Verfügung, eine Besatzdichte, die nur in den wenigsten Ställen umgesetzt werden kann. Ganz im Gegenteil ist in der Pferdehaltung ein Trend zu beobachten, dass die Anzahl der Tiere pro Flächeneinheit aufgrund von Platzmangel, zum Beispiel in Stadtrandlage, immer mehr zunimmt. Im Gegensatz zum natürlichen  Weideverhalten frei lebender Wildpferde, die ausweichen oder abwandern können, wenn das Nahrungsangebot abnimmt, begrenzen Zäune das Areal der „Hauspferde“. Um eine Überweidung zu verhindern und langfristig die Grasnarbe zu schützen, wird je nach  Körpergewicht der Pferde, Bodenbeschaffenheit, Nutzung und Lage der Fläche ein Mindestflächenbedarf von

Endophyten = meist Pilze oder Bakterien,

die im Inneren des Vegetationskörpers (innerhalb der Zellen oder im Zellzwischenraum) einer Pflanze leben 0,4–0,6 Hektar pro Großpferd (400–600 Kilogramm Körpermasse) auf guten Böden empfohlen. Erfahrungen zeigen, dass das in der Realität zu wenig ist. Schonender für die Wiese – und letztendlich auch für die Pferdegesundheit – wäre mindestens etwa 1 Hektar pro Pferd. …

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