Vom natürlichen Fressverhalten zu alternativen Lösungen

von Dr. Tanja Romanazzi

Foto: Dr. Tanja Romanazzi

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Pferde benötigen energiearmes Steppengras und bekommen stattdessen energiereiches Kuhheu. Viele Pferde verfetten und bekommen Stoffwechselstörungen. EMS, Cushing, Hufrehe sind Krankheiten, die leider immer häufiger auftreten. Die einfachste Lösung wäre, sich intensiv um eine pferdegerechte Heuqualität zu kümmern. Benötigt würden artenreiche Weiden mit zuckerarmen Gräsern, die auf lebendigen, aber nährstoffarmen Böden optimale Wachstumsbedingungen haben. Zudem ein entsprechendes Wissen um den passenden Schnittzeitpunkt und eine angemessene Schnitthöhe und natürlich auch Pferdebesitzer, die bereit sind, einen fairen Preis für so ein Heu zu zahlen.

Verlängerung der Fresszeiten

Es gibt inzwischen auf dem Markt eine große Vielfalt an Heufütterungsmöglichkeiten, die die Heuaufnahme verlangsamen und im besten Fall die Fressmenge verringern. Dazu gehören jede Form von Heunetzen, frei hängend oder als Abdeckung über große Heuballen, Plastiktonnen oder -säcke und verschiedene Fressgitter aus Metall.

Aufgehängte Netze sollten generell nur für Pferde ohne Hufeisen genutzt werden, da bei Eisenpferden die Gefahr besteht, dass die Pferde beim Scharren oder Spielen mit dem Schenkel eines Hufeisens im Netz hängen bleiben. Ich habe so etwas bereits zweimal erlebt. Beide Male war es ein großes Glück, dass es tagsüber passierte und das Pferd nicht panisch wurde, sondern mit „aufgehängtem“ Vorderbein stehen blieb. …

Lesen Sie mehr zum Thema in dem Artikel „Raufuttermanagement in Offenstallgruppen“ in Natural Horse Spezial Pferdefütterung

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