Natürlich zum schlanken Pferd

von Dr. Christina Fritz

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Da immer mehr Pferde in unseren Ställen übergewichtig sind, sorgt das nicht nur für viel Stress bei Pferd und Besitzer, sondern hat langfristig leider allzu oft unschöne Folgen für die Gesundheit: Equines Metabolisches Syndrom (EMS), Insulinresistenz, Hufrehe und  Leistungsmangel oder Antriebslosigkeit sind nicht ohne Grund vor allem Wohlstandskrankheiten, die in unseren Breitengraden immer häufiger auftreten. Die mobile Pferdewaage oder der Body Condition Score (BCS) versuchen dabei, dem Besitzer einen Anhaltspunkt zu geben, ob das Pferd eher im Bereich von Über- oder Untergewicht ist.

Allerdings orientieren sich insbesondere beim BCS die Angaben im Wesentlichen an einem durchschnittlichen Warmblutpferd und sind nur eingeschränkt auf andere Rassen übertragbar. Bei den vielen Systemen, das Gewicht zu beurteilen, wird nämlich immer wieder vergessen, dass verschiedene Rassen von Natur aus einen unterschiedlichen Körperbau haben. So wird ein Haflinger mit 145-Zentimeter-Stockmaß immer mehr wiegen als ein Araber derselben Größe. Und bis ein Kaltblüter „dünn“ aussieht, ist er schon kurz vor dem Verhungern, während einen Vollblüter „dick“ füttern schon fast ein Ding der Unmöglichkeit ist. Daraus ergibt sich im Rückschluss, dass ein optisch „dicker“ Kaltblüter eigentlich dünn und umgekehrt ein „dünn“ anmutender Vollblüter bereits übergewichtig sein kann. …

Lesen Sie mehr zum Thema in dem Artikel „Dickes Pferd – was nun?“ in Natural Horse Spezial Pferdefütterung

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