Sinnvoll oder nicht?

von Svenja Winter

Foto: Uwe Lochstampfer

Foto: Uwe Lochstampfer

Auf der Suche nach getreidefreiem Futter und Ergänzungen für die Proteinbilanz von Futtermittelrationen erleben auch die Hülsenfrüchtler (Leguminosen) eine Renaissance. Von Luzerne bis Soja – eiweißreiche und stärkearme Futterpflanzen liegen voll im Trend. Aber kann man sie alle bedenkenlos füttern? Und stimmt es, dass Luzerne Muskeln aufbaut?

Früher wurden die Leguminosen als Kraftfutterergänzung in der Fütterung von hart arbeitenden Pferden in der Landwirtschaft oder der Armee eingesetzt. Schon um 500 v. Chr. versorgten die Perser ihre Pferde mit Luzerne. In Büchern der Futtermittelkunde des 18. bis 20. Jahrhunderts haben Klee, Esparsette und ihre weiteren Verwandten einen festen Platz und geben wichtige Hinweise auf ihre Verwendung.

Werten wir anhand von Forschungsergebnissen den Proteinbedarf des heutigen Pferdes aus und stellen wir dem die Proteingehalte von Grund- und Ergänzungsfuttern entgegen, lässt sich schnell feststellen, dass Pferde in unseren Breitengraden bei einem Leistungspensum bis zu mittelschwerer Arbeit bereits mit einem Heu guter Qualität und Weidegras ihren Proteinbedarf vollständig decken. Erst wenn Pferde regelmäßig schwer arbeiten oder wenn es um Aufzucht- oder Hochleistungssportpferde geht, sollte eine weitere Proteinquelle ergänzend hinzugeführt werden. Das gilt natürlich bis zu einem gewissen Maß auch für Pferde, die aufgrund von Krankheiten wieder aufgefüttert werden müssen.

Lesen Sie mehr zum Thema in dem Artikel „Leguminosen in der Pferdefütterung“ in Natural Horse Spezial Pferdefütterung

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