Kluge Organisation im Offenstall

von Nikola Fersing

Foto: Nikola Fersing

Pferde in Eigenregie zu versorgen stellt das Leben mehr auf den Kopf, als die meisten Pferdebesitzer vorher vermuten. Zeit für das Pferd selbst kann zu einem extrem knappen Gut werden, wenn man nicht sehr gut organisiert ist. Vier Faktoren spielen tragende Rollen im Alltag von Pferdehaltern: Zeit, Geld, Technik und bauliche Gegebenheiten. Und sie stehen in Wechselwirkung: Wer beispielsweise selbst absammelt, investiert Zeit. Wer keine Zeit dafür hat, weil er tagsüber arbeiten gehen muss, kann einen Minijobber absammeln lassen, investiert also Geld. Technik kostet Geld, spart Zeit – zum Beispiel Trecker, Akku-Kehrbesen oder Weide-Mulchsammler. Und die baulichen Gegebenheiten beeinflussen den Einsatz von Zeit, Geld und Technik ganz entscheidend: Bodengestaltung und Flächenanordnung entscheiden darüber, wie mühsam oder schnell erledigt Handarbeiten sind und ob Technik überhaupt zum Einsatz kommen kann.

Pferde selbst halten

Ein erster Schritt zur Strukturierung des Offenstallalltags ist es, die anfallenden Jobs aufzulisten und zu ordnen: Was muss täglich gemacht werden, was fällt regelmäßig, aber nicht täglich an und kann am Wochenende erledigt werden, und welche Aufgaben kommen noch dazu?

52 Wochenenden: Das Wochenende bietet sich dafür an, solche Dinge zu erledigen, die regelmäßig anfallen und für die Abläufe nötig sind, zum Beispiel das Abwerfen von Heu und Strohbunden für die kommende Woche, Reparaturen an den Zäunen, Umsetzen der Rundraufen, Nachmähen von Weideflächen, Wegfahren des Mistanhängers und derlei.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Mehr Zeit mit dem Pferd“ in Natural Horse 02/2018

Weitere Artikel in der gleichen Ausgabe