Mehr als nur Klebstoff im Körper

von Dr. Christina Fritz

Foto: Christiane Slawik

Die Medizin steht trotz all ihren modernenDiagnose- und Therapiemethoden immer häufiger ratlos vor den Pferden. Denn Erkrankungen des Stoffwechsels wie Cushing oder EMS, wiederkehrende Symptome wie Kotwasser oder intermittierende Lahmheiten, aber auch „Befindlichkeitsstörungen“ wie mangelnde Leistungsfähigkeit, depressives Verhalten und vieles mehr sind auf dem Vormarsch. Warum kann ein Stallwechsel, eine Futterumstellung oder eine Kräuterkur oft dort Erfolg haben, wo der medizinische Ansatz scheitert?

Muskeln brauchen eine saubere Umgebung

Ist der Organismus gezwungen, aufgrund von Krankheit oder Umweltfaktoren zu viele Abfallstoffe im Bindegewebe einzulagern, kann unter anderem das Fasziensystem seinen Aufgaben nicht mehr vollständig nachkommen. Insbesondere der Zellstoffwechsel der Muskelfasern leidet darunter, da die Zellen jetzt nicht mehr in der Lage sind, ihre Abfallstoffe ausreichend an die Umgebung abzugeben. Das kann man sich so vorstellen, als ob man seine Mülltüte rausbringen möchte, aber die Tonne ist schon randvoll. Es bleibt nichts übrig, als die Mülltüte in der Küche stehen zu lassen und auf eine leere Tonne zu warten. Ist die Müllabfuhr nicht in der Lage, den Müll ausreichend zu entsorgen, dann sammeln sich mit der Zeit immer mehr Mülltüten in der Küche an.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Faszination Bindegewebe“ in Natural Horse 02/2018

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