von Dr. Christina Fritz

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Die Ursachen für metabolisch bedingte Erkrankungen sind vielfältig. Die genetische Prädisposition, also die Rasse beziehungsweise der „Typ“, ist dabei nur ein Faktor, der dafür sorgt, wie anfällig ein Pferd für die eine oder andere Gesundheitsproblematik ist. Die Ursachen, warum ein Pferd dann tatsächlich klinisch erkrankt, reichen von schlecht verträglichen Futtermitteln oder einer zu gut gemeinten Kraft und Saftfutterfütterung über erzwungene Raufutterpausen und mangelnde Bewegung bis hin zu Stress, den – wie wir heute wissen – nicht nur Turnierpferde haben, sondern auch etwa jedes zweite Freizeitpferd. Von Futtermobbing über Schlafmangel bis zur „Einzelhaft“ können die Ursachen für den Stress bei einem Pferd sehr unterschiedlich sein.

 Die Auswirkungen dieser vielen möglichen Ursachen, die dann oft auch noch in Kombination vorkommen, sieht man aber leider in aller Regel nicht sofort.  Gerade in Bezug auf Stoffwechselentgleisungen ist der Körper fähig, Schieflagen für lange Zeit zu kompensieren. In der Evolution ein klarer Überlebensvorteil: Ein kränkelndes Pferd wird schnell vom Räuber gefressen. Eines, das über Anpassungsmechanismen für metabolisch belastende Zeiten wie Dürre oder Winter verfügt, hat bessere Überlebenschancen, pflanzt sich fort und gibt diese Fähigkeiten an seine Nachkommen weiter.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Stoffwechselprobleme beim Pferd erkennen und vorbeugen“ in Natural Horse 02/2016

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