von Mechtild Blankenagel

Foto: Felix Möckel

Foto: Felix Möckel

Wer sich den Traum vom eigenen Pferd erfüllt, macht manchmal unverhofft Bekanntschaft mit den verschatteten Seiten seiner Seele. Der Umgang mit dem Pferd beim gegenseitigen Kennenlernen und bei der Ausbildung des Pferdes kann unerkannte traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht bringen. Was sich zunächst wie eine Katastrophe anfühlen mag, birgt eine Chance, dem Leben eine neue Wendung zu geben. Doch wie können wir diese Chance für uns und die Ausbildung unseres Pferdes nutzen?

Wir merken nicht, dass wir es mit einem Flashback zu tun haben, und meinen, das Pferd sei das Problem, da unsere unguten Gefühle nur im Umgang mit ihm auftauchen. Wir merken nicht, dass wir es mit einem Flashback zu tun haben, und meinen, das Pferd sei das Problem, da unsere unguten Gefühle nur im Umgang mit ihm auftauchen.

Wer von Sorgen um die Gesundheit seines Pferdes gequält wird, deshalb vielleicht auch öfter den Stall wechselt und in jedem neuen Stall wieder etwas findet, das der Gesundheit des Pferdes abträglich sein könnte, sollte sich fragen, ob der Grund dafür vielleicht unverarbeitete Defizitgefühle aus der eigenen Kindheit sind. Den Hang zu sorgenvollen Gedanken, Traurigkeit und unerklärlichen Schuldgefühlen findet man häufig bei Menschen, die als kleines Kind das Gefühl hatten, von der Mutter nicht hinreichend umsorgt, unterstützt und verstanden worden zu sein.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Das Pferd als Spiegel menschlicher Traumata“ in Natural Horse 02/2016

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