Ein Appell von Karin Tillisch

Foto: Ingo Ehrmeier

Foto: Ingo Ehrmeier

Höher, schneller, weiter … das scheint seit Jahrzehnten das Credo der Pferdewelt zu sein. Doch was sich bis vor etwa 20 Jahren wohl rein und fein auf den Profiturniersport beschränkte, erreicht nun auch die Freizeitreiter. Wir leben in einer extrem hektischen, kapital- und erfolgsorientierten Gesellschaft. Innere Werte wie Mitgefühl, Sozialkompetenz und Freundlichkeit werden mittlerweile eher als hinderlich für den Erfolg angesehen, und leider hat dieser Umstand auch schon die jüngere Generation erreicht. Doch für Pferd und Reiter sollte es ausbildungsmäßig genau in die Gegenrichtung steuern.

Gut Ding braucht Weile

Es spricht nichts dagegen, einem Pferd auch mal einen kleinen Trick beizubringen. Das muss nicht immer mit monatelangem Training einhergehen. Ein Bein auf Kommando heben, „Ja“ und „Nein“ sagen, etwas apportieren oder einen Ball schubsen kann ein normal begabtes Pferd binnen eines Wochenendes unter fachlicher Anleitung stressfrei lernen. Man muss sich dann aber im Klaren sein, dass dies kein wirkliches Ausbilden ist, sondern eher ein Konditionieren – wenn auch im positiven Sinne. Das Pferd lernt, auf einen bestimmten Reiz ein bestimmtes Verhaltensmuster zu zeigen.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Ausbilden statt abrichten – Mit Geduld zur richtigen Pferdeausbildung“ in Natural Horse 02/2016

Weitere Artikel in der gleichen Ausgabe