von Daniela Bolze

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Eine gute, verantwortungsbewusste Kinderreitschule investiert viel in die Gesundheit und Haltung ihrer Pferde – im Sinne der Pferde und nicht der Menschen. Ein zufriedenes, ausgeglichenes Schulpony, das freundlich im Umgang ist, ist für einen Reitanfänger wichtiger als eine geschniegelte Reitanlage.

Der Umgang mit Ponys kann Kinder stark fürs Leben machen. Und das ist viel mehr wert, als schnell die richtigen Reiterhilfen zu lernen. Aber für diesen Umgang braucht man Zeit und Raum. Die Kinder müssen ihre Gefühle zulassen dürfen, erleben, dass Angst nichts Schlimmes ist. Sie macht weiche Knie und ein komisches Bauchgefühl – aber sie tut nicht weh. Wenn man sie überwindet, fühlt man sich großartig. Es ist ein ständiger Drahtseilakt, das Kind wahr- und ernst zu nehmen und durch seine Gefühlswelt hindurchzulenken, und da ist auch noch das Pony, das in seiner Befindlichkeit beachtet werden will. Entweder zurechtgewiesen oder rechtzeitig motiviert werden will, damit es diese unsicheren Kinder „aushalten“ kann. Das sind heute fast wichtigere Kriterien für eine Kinderreitschule als die reiterliche Qualifikation durch einen Trainerschein. Schauen Sie genau hin, wie man auf die Ängste und Unsicherheiten Ihres Kindes im Umgang mit Pferden eingeht.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Eine gute Kinderreitschule – mehr als nur reiten lernen“ in Natural Horse 02/2016

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