Wie Tierschutz falsch verstanden werden kann

von Anke Rüsbüldt

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

In der Ausbildung passieren, auch wenn diese gut gemacht wird, Fehler aller Art. Vollblüter werden seit einigen Jahren an den Wachstumsfugen der Vorderfußwurzel geröntgt, um festzustellen, ob ihr Skelett der Belastung, etwa in Rennen für Zweijährige, gewachsen ist. Auch Trabrennpferde und Quarter verdienen in diesem Alter bereits Geld. Die männliche Elite der Warmblutzucht wird zweieinhalbjährig auf die Körung vorbereitet – mit Gebiss, mit Freispringen, mit einem Ruhetag in der Woche bei Boxenhaltung.

Normale Pferdehaltung

Vielleicht missachten wir zum Teil die Bedürfnisse unserer Pferde. Haben sie ausreichend freie Bewegungsmöglichkeit an der frischen Luft? Was ist ausreichend? Nach Haltungsform sind Antworten von einer Stunde täglich bis 24 Stunden täglich möglich. Es gibt auch immer noch Pferde, die den ganzen Tag in der Box stehen. Haben sie ausreichend Kontakt mit Artgenossen? Was ist ausreichend? Sehen können? Riechen können? Rangeln und Fellpflege genießen können? Oder schützen wir mit der  Einzelhaltung nur vor Verletzungen? Oder mit isolierter Haltung vor möglicher Ansteckung? Haben sie eine artgemäße Ernährung? Von einmal täglicher Raufuttergabe bis „ ad libitum“ reicht die Palette. Und Trinkwasser, immer? Arbeit angemessen, für das Pferd verständlich, aufbauend? Immer wenn Gewohnheit und Bequemlichkeit Fragen unterdrücken …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Pferde und Tierschutz?“ in Natural Horse 01/2016

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