Wie Pferde gesund werden

von Ulrike Dietmann

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Für Pferde sind Schmerzen weder gut noch schlecht. Sie sind, was sie sind – der zutreffende Ausdruck ihrer gegenwärtigen Verfassung und ihrer Umwelt. Heilung ist ein offener Prozess, der unabhängig vom Ergebnis ist. Ein Prozess, der in aller Freiheit geschieht, der erlaubt, dass geschieht, was  geschehen soll. Dies ist wohl die größte Herausforderung für eine ziel- und erfolgsorientierte Gesellschaft. Im Besonderen ist dies eine Herausforderung für alle, die professionell im Bereich der Heilung von Pferden arbeiten, also Tierärzte, Tierheilpraktiker, Osteopathen und andere therapeutische Berufe. Sie stehen unter dem Druck, Ergebnisse zu liefern. Jeder jedoch, der die Kraft der ganzheitlichen Heilung kennengelernt und genug Vertrauen hat, ihr zu folgen, hat auch erlebt, dass die Ergebnisse, die unter diesen Voraussetzungen geschehen, um vieles nachhaltiger und zuverlässiger sind als jede rein zielorientierte und rein körperliche Behandlung.

Pferde sind Lehrer der Liebe

Wir stehen vor einer großen Herausforderung, denn was die Pferde uns am meisten lehren, ist die Fähigkeit zu lieben.
Sie bieten uns ihre Liebe ununterbrochen an, und wenn wir sie nicht annehmen, weil wir sie nicht wahrnehmen oder weil wir verletzt wurden und nicht mehr zu lieben wagen, frustrieren wir die Pferde und sie geben schließlich auf. Unerwiderte Liebe macht uns krank, nicht nur uns Menschen, auch die Pferde. Wenn wir dann mit Medikamenten und Therapien kommen, aber ohne Liebe, zieht das Pferd oft die Krankheit vor, denn in der Krankheit liegt Wahrheit – und Wahrheit heilt. Was in der Heilung von Pferden berührt wird, sind die großen Themen unseres Seins auf der Erde: Liebe, Wahrheit, Akzeptanz, Urteilslosigkeit, Gemeinschaft und die Kraft der Seele.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Nur die Liebe heilt“ in Natural Horse 01/2016

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