Methodenwechsel statt Geduld und Konstanz

von Lisa Kittler

Foto: Lisa Kittler

Vor einer Woche war der Horsemanshiptrainer da und hat der Pferdebesitzerin gezeigt, wie sie mit Druckaufbau das „Dominanzverhalten“ ihres Wallachs verhindern kann. Gestern kam eine Ausbilderin zum Stall, die das Pferd mithilfe des Clickertrainings motivieren sollte, frei zu spielen und das Steigen zu lernen. Nächste Woche wird die Reiterin sich von einem neuen Trainer zeigen lassen, wie er mit Longe und Kappzaum den Vierbeiner gymnastizieren kann.

Diese – sicherlich etwas übertrieben – beschriebene  Vielfalt an Trainern und Methoden in der heutigen Zeit war vor nicht einmal zwei Jahrzehnten in Deutschland undenkbar. Die Situation war gänzlich anders. An einem Stall oder in einem Reitverein gab es in der Regel lediglich einen Trainer. Nur bei diesem konnten die Reiter Unterricht nehmen. Alternativen gab es so gut wie gar nicht, denn mobile Ausbilder waren zu dieser Zeit kaum unterwegs. Natürlich bestand wie heute bei einigen Trainern die Möglichkeit, mit dem Pferd zu deren Anlage zum Unterricht zu fahren. Da der Aufwand dafür so wie heute sehr hoch war, wurden diese Angebote nur von wenigen, zumeist sehr engagierten Schülern in Anspruch genommen. Das Gros der Reiter blieb also buchstäblich sein Leben lang (oder das des Pferdes) beim selben Trainer. Mensch und Pferd entwickelten sich mit seiner Unterstützung sowie einer guten Portion Geduld und Konstanz über die Jahre hinweg optimalerweise stetig weiter. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Trainerhopping“ in Natural Horse 04/2017

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