von Winter auf Sommer

von Dr. Vivian Gabor

Foto: Christiane Slawik

Steht das Pferd nicht in einer ganzjährigen Weidehaltung oder in einem Bewegungsstall, wird es meist tagsüber auf einen Winterpaddock gebracht, auf dem es mit oder auch ohne Artgenossen steht und auf dem oftmals kein zusätzliches Raufutter angeboten wird. Sollte das Pferd auch noch allein untergebracht sein, erlebt es in dieser Zeit nicht nur einen Mangel an Bewegungsfreiheit, sondern auch die Einschränkung von Reizen aus der Umwelt, wie beispielsweise die wichtigen sozialen Reize von Artgenossen. Die Winterhaltung stellt also oftmals auch eine kognitive Einschränkung für das Pferd dar.

Konzentriertes Training trotz Energieüberschuss

Wenn Pferde mit Energieüberschuss trainiert werden sollen, ist es wichtig, ihren Geist zu beschäftigen. Falsch wäre es für die Psyche und die Physis, das Pferd im wilden Galopp „abzumontieren“. Im Gegenteil: Mit ruhiger Bodenarbeit, die das Pferd durch kurze Sequenzen konzentriert, kann man es kognitiv auslasten und gleichzeitig körperlich aufwärmen. Dies können „Stop and go“-Übungen an der Hand sein, das Gehen und Anhalten durch oder über Hindernisse, wie Pylonen oder Schrittstangen. Das „Warmspielen“ beispielsweise mit einem Ball, wofür – je nach Pferdetyp – auch einmal eine Futterbelohnung gegeben werden kann, fördert ebenfalls die Konzentration auf die „Arbeit“. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Pferdegerechte Trainingsumstellung“ in Natural Horse 01/2018

Weitere Artikel in der gleichen Ausgabe