Bewegung hilft kranken Pferden

von Lisa Kittler

Foto: Lisa Kittler

Foto: Lisa Kittler

Das liebe Pferd läuft mal wieder recht steif und klamm, ein anderes hat am Tag zuvor öfter gehustet und das nächste zeigt immer wieder eine leichte Kolik. Der hinzugerufene Fachmann empfiehlt erst einmal Boxenruhe. Auch die Stallfreundin und der Betreiber des Hofes raten dem Pferdebesitzer, seinen Vierbeiner zu schonen und vorerst nicht zu bewegen. Größer könnte der Irrtum kaum sein, der vielen Pferdebesitzern tagtäglich in jedem beliebigen Stall bei einer ganzen Bandbreite von Problemen des Pferdes unterläuft. Boxenruhe und ein Bewegungsverbot widersprechen gänzlich der Natur des Vierbeiners.

Bewegungsarmut im Pferdealltag

Doch wie sieht der Alltag des Pferdes heute allzu oft aus? Immer noch existieren viel zu viele Ställe, in denen die Pferde in Boxenhaltung stehen. Glücklicherweise gibt es immer weniger Höfe, bei denen sie dort 24 Stunden leben müssen. Doch rechnet der Pferdebesitzer einmal genau nach, ist es recht üblich, dass sie dennoch dort über die Hälfte des Tages zubringen müssen. Bringt das Stallpersonal die Pferde beispielsweise schon um sieben Uhr früh raus und erst um sieben Uhr abends wieder hinein, verbleiben immer noch zwölf Stunden auf engstem Raum. Und in den meisten Ställen wird erfahrungsgemäß erst später die Box verlassen, aber dafür vor allem im Winter eher wieder aufgestallt.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Muskeltest als Lösung“ in Natural Horse 04/2016

Weitere Artikel in der gleichen Ausgabe