ganzheitlich betrachtet

von Dr. Christina Fritz

Natürlich ist jedem Pferdebesitzer klar, dass sein Pferd ein Herz hat. Im Vergleich zu Organen wie Lunge, Leber oder Nieren wird es jedoch allzu oft sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie vergessen. Das mag daran liegen, dass die Symptome von Herz-­Kreislauf-Erkran­kungen sehr oft mit denen anderer Organsys­teme oder mit Verhaltensproblemen verwech­selt werden. Entsprechend hat die Medizin das Herz­-Kreislauf-­System des Pferdes bisher meist etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei gibt es mittlerweile eine Reihe von Studien an Pferden, in denen das Herz unter Belastung untersucht wurde, die zeigen, dass Herz­-Kreislauf­-Probleme weiter verbreitet sind, als viele denken.

Das Herz ist ein hohler Muskel und dafür verant­wortlich, dass das arterielle Blut durch den Kör­per gepumpt wird. Man unterscheidet bei den Blutgefäßen den Lungen­ und den Körperkreis­lauf. Der kleine Lungenkreislauf beginnt am Aus­gang der rechten Herzhälfte, wo das sauerstoff­arme Blut, das aus dem Körper kommt, durch die rechte Herzhälfte hindurch in Richtung Lunge gepumpt wird. In den Alveolen, den Lun­genbläschen, gibt das Blut Kohlendioxid (CO2), das aus dem Stoffwechsel des Körpers stammt, ab und nimmt gleichzeitig Sauerstoff (O2) aus der Atemluft auf. Das Ausatmen transportiert dann das gasförmige CO2 mit der Atemluft nach draußen und der nächste Atemzug bringt neuen Sauerstoff in die Alveolen. Das mit Sauerstoff angereicherte Blut fließt dann von den Lun­gen in Richtung der linken Herzhälfte und wird durch diese hindurch in den Körperkreislauf gepumpt. Im Gewebe angekommen, wird der Sauerstoff aus dem Blut an die Zellen abgege­ben, Kohlendioxid wird aufgenommen und wie­der in Richtung Herz geleitet. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Das Herz des Pferdes“ in Natural Horse Ausgabe 02/2019

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