„Der Mensch vervollkommnet das Pferd“

Natural Horse: NH Klaus Ferdinand Hempfling: KFH

NH: Was sind die größten Probleme, die Besitzer mit ihren Pferden haben?

KFH: Damals wie heute sind die Probleme die gleichen: Zwischen ihnen und dem Menschen entsteht keine Verbindung. Daher versuchen viele Pferdemenschen, sie über psychologische Gewalt gefügig zu machen, mit Methoden wie zum Beispiel dem „Von-sich-Wegschicken“. Allerdings entsteht auf diesem Wege nur äußerliche Nähe. Die Pferde nehmen den Menschen als Wesen gar nicht wahr und können mit den Dingen, die die Menschen mit ihnen tun, nichts anfangen. Sie sind sehr einsame Wesen und verfallen schlussendlich in Depressionen, Aggressionen oder Panik. Folgt man den Spuren der Mythen und den Worten unserer Vorfahren, dann ist der authentische, der naturbezogene Umgang mit dem Pferd niemals nur eine Art sportliches Können, sondern zuerst eine geistige Übung, dessen Ziel eine Form geistiger Begegnung ist, eine Art geistiges Treffen. Persönliche Entwicklung und die Begegnung mit dem authentischen, in sich ruhenden Ich sind die Ziele und nicht mehr ein vordergründiges Nutzen, nicht Eitelkeit und nicht Gewinn.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Interview mit Klaus Ferdinand Hempfling“ in Natural Horse 03/2016

Weitere Artikel in der gleichen Ausgabe