… und worauf wir achten sollten

von Caroline Sperling

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Jedes Pferd, egal welche Rasse, besitzt eine ganz individuelle Persönlichkeit und trotzdem haben alle Pferde grundsätzlich die gleichen seelischen und körperlichen Grundbedürfnisse. Befriedigen wir diese, erhalten wir zufriedenere und glücklichere Pferde. Als weiteres Geschenk für uns sind diese Pferde im Umgang mit dem Menschen viel offener, motivierter und leistungsbereiter und – der wohl wichtigste Aspekt – gesünder.

Die Fütterung trägt einen entscheidenden Beitrag dazu bei, dass das Pferd fit bleibt und sich wohlfühlt. Pferde haben im Verhältnis zu ihrer Körpergröße einen sehr kleinen Magen. Aus diesem Grund fressen sie in Freiheit 17 bis 19 Stunden am Tag. Sie nehmen weder große Mengen auf einmal auf, noch legen sie längere Fresspausen ein. Ihr komplettes Verdauungssystem ist darauf ausgelegt, leicht verdauliches, rohfaserreiches Raufutter (Steppengras) aufzunehmen und zu verwerten. Für hoch konzentriertes, energiereiches Futter wie Kraftfutter ist ihr Körper nicht gemacht. Futterpausen, die länger sind als vier Stunden, verursachen beim Pferd Stress und Magenschmerzen. Beides Ursachen, die (langfristig) zu Magengeschwüren führen können. Dazu kommt die psychische Komponente: Pferde, die stundenlang ohne Futter sind, langweilen sich. Der Weg für stereotype Verhaltensmuster wie Weben oder Koppen ist gebahnt. In der Herde steigt das Aggressionspotenzial und somit das Verletzungsrisiko.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Glückliche Pferde“ in Natural Horse 03/2016

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