Sinnvolle Maßnahme oder nutzlose Tierquälerei?

von Dr. Christina Fritz

Foto: Christiane Slawik

In der Weidesaison stehen viele Pferdehalter immer wieder vor demselben Dilemma: Wie viel Weide ist gut für mein Pferd? Einerseits liefert Weidegras hochwertige Nährstoffe, die im Heu nicht immer vorhanden sind. Andererseits neigen gerade leichtfuttrige Pferde oder solche mit einer Veranlagung zu Hufrehe schon bei mäßigem Weidegang oft schnell zu Gesundheitsproblemen. Bleibt aber ein Pferd allein auf dem Paddock, während alle anderen auf die Weide gehen, wird es oft aggressiv oder depressiv. Um Pferde vor zu viel Weidegrasaufnahme zu schützen, gibt es eine Alternative – Weidemaulkörbe oder sogenannte Fressbremsen.

Trotz der verkürzten Weidezeit kann die Grasaufnahme ganz erheblich sein. Die Pferde lernen schnell, dass sie nicht so lange draußen bleiben dürfen, wie sie gern würden, und schlingen daher das Gras wie Rasenmäher in sich hinein, statt es ruhig und entspannt zu knabbern. Eine verkürzte Weidezeit ist also weder im Hinblick auf die aufgenommene Futtermenge noch auf eine artgerechte, stressarme Haltung sinnvoll. Eine echte Alternative wären Fressbremsen, aber nur dann wenn sie korrekt eingesetzt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Fressbremsen für Pferde“ in Natural Horse 02/2017

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