Entspannter Umgang, motiviertes Training

Erfahrungsbericht von Karin Tillisch

Foto: Christiane Slawik

Foto: Christiane Slawik

Sie sind beeindruckend! So beeindruckend, dass manchem Pferdefan der Atem stockt, wenn diese Wesen im Viereck erscheinen oder über eine Weide galoppieren: Die Rede ist von Hengsten. Aber – so schön und kraftvoll die „echten“ Männer auf vier Hufen sind, stellt sich die Frage: Werde ich mit einem Hengst fertig? Und wie gehe ich mit ihm um, um das Zusammensein, das Training und die Haltung angenehm für uns beide zu gestalten? In der Roundpen-Arbeit, die Sie mit dem jungen Hengst beginnen, sollte fair und verständlich die Rangfolge geklärt werden. Dabei kann das Hereinnehmen des Mentorenpferdes in den Roundpen von großem Vorteil sein. Der junge Hengst wird sich an dem, was das ältere Pferd tut und wie es auf Sie reagiert, orientieren und dieses Verhalten instinktiv imitieren.

Achten Sie bei der Trainingsarbeit darauf, nichts mit zu viel körperlichem Druck zu tun. Hengste haben eine wesentlich kürzere „Zündschnur“, was ihren Kampfreflex anbelangt, als Wallache, und bei zu viel Druck in jungen Jahren kann dies dazu führen, dass die Hengste dann spätestens in gesetztem Alter auch gegen den Menschen gehen. Daher: Nicht Dominanz im Sinne körperlicher Züchtigung ist mit dem Junghengst der Weg zum Ziel, sondern faires Anleiten mit klaren Regeln!

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Vom Leben mit Hengsten“ in Natural Horse 01/2017

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