… aus der Sicht des Pferdes

Fotos und Text von Meike Bölts

Foto: Meike Bölts

Foto: Meike Bölts

Heutzutage gibt es viele Pferdehaltungen, in denen der Bestand häufig wechselt. Eine über Jahre stabile Herde, in der Pferde unter natürlichen Bedingungen leben würden, findet man nur selten. Allein der Besitzer entscheidet über die Lebensbedingungen seines Pferdes und darüber, ob es Freunde oder vertraute Artgenossen zurücklassen muss. Gründe wie Orts- und Arbeitswechsel oder unpassende  Haltungsbedingungen machen einen Stallwechsel mitunter unabdingbar. Für ein Pferd jedoch ist es der Verlust seiner vertrauten Herde, die ihm Familie und Lebensmittelpunkt ist.

Tatsächlich wissen manche Pferdebesitzer gar nicht, dass ihr Pferd aufgrund einer Trennung Todesangst erleiden kann. „Eine gewaltsame Trennung löst beim Pferd  Traumata aus“, erklärt Maksida Vogt, Pferdeexpertin und Gründerin der Academia Liberti. „Wie in so vielen Situationen in Gefangenschaft, stumpfen die Pferde ab und ergeben sich ihrem Schicksal. Ihnen wird etwas gegen ihre Instinkte antrainiert“, weiß Maksida , die darauf verweist, dass derartige Traumata sehr tief sitzen. Sie weist darauf hin, dass die Herde für Pferde wichtiger als Nahrung ist, weil ihr Überleben von der Herde abhängt. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Stressfaktor Herdenwechsel“ in Natural Horse 01/2017

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