Erfordern neue Erkenntnisse neue Wege mit Pferden?

von Sarah Schaffner

Foto: Jens Kramer

Die konventionellen Thesen, wie man ein Pferd am besten in Balance bringt und möglichst lange gesund erhält, sind oft widersprüchlich: Die einen stützen sich allein auf die Vorhand, andere setzen alles auf die Hinterhand, oder man hängt seine Theorie am Nackenrückenband auf. Wahlweise könnte man auch alles an der Kopf-Hals-Position festmachen.

Dank vieler neuer Möglichkeiten in bildgebenden Verfahren und medizinischer Diagnostik ist es uns mittlerweile erlaubt, genauer und objektiver zu forschen, zu reflektieren und Annahmen immer wieder neu zu überprüfen. Viele der in der Reiterwelt kursierenden Glaubenssätze werden zwar von neuen Forschungsergebnissen schnell ins Wanken gebracht, aber dennoch von einer Vielzahl unhinterfragt übernommen. Den Schaden haben die Pferde.

Dynamische Systeme und wackelige Hängebrücken

Wie auch bei uns gibt es im Pferdekörper ein von der Natur ausgeklügeltes, energieeffizientes Halte- und Bewegungssystem, damit sich dieses Lauftier ausdauernd, ökonomisch und verschleißarm bewegen kann: die Faszien! Zu ihnen wird auch das Nackenrückenband gezählt, das sich in seiner Gesamtheit vom Hinterhauptsbein bis zum Ende des Kreuzbeins erstreckt und sowohl im Stand als auch während der Bewegung den Kopf und die oberen Halswirbel des Pferdes unterstützt. Zudem stabilisiert es bei physiologischer Bewegung die (gesamte?) Wirbelsäule und entlastet so den Bewegungsapparat. Als Teil des Fasziensystems kann es Energie speichern und abgeben und trägt somit dynamisch zu einer effizienten Fortbewegungsweise bei. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Out of Balance – Ein Blick in die Tiefe“ in  Natural Horse Ausgabe 04/2018

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