Wie der Mensch, so das Pferd

von Yve Ehler-Klatte

Das Pferd in seiner Ganzheit wahrzunehmen und dementsprechend zu behandeln ist im Grunde genommen der größte Wunsch jedes Pferdemenschen. Und hier klaffen Wunsch und Realität mitunter stark auseinander. Da der Mensch selbst oft mit privaten und beruflichen Problemen kämpft und zwischen Pferd und Mensch ein unsichtbares Band ist, kommt es auch auf die Verfassung des Menschen an, dass es dem Pferd gut geht. Von Möglichkeiten, Prüfungen und der Frage, was die Gesundheit unserer Pferde manchmal mit dem eigenen Leben zu tun hat.

Warum „holistisch“? Dieses Wort bedeutet nichts anderes als „ganzheitlich“, was heutzutage eine beinahe inflationär genutzte Bezeichnung ist – oftmals ohne den passenden Inhalt. Ganzheitliche Betrachtung, Wahrnehmung und Handlung sind schnell verwendete Wörter. Diese angemessen zu füllen und zu leben ist jedoch eine große Aufgabe und Herausforderung, ob nun als Pferdebesitzer oder Pferdefachperson. Unabdingbar bei diesem Ansatz ist wohl die unstillbare Neugier sowie die Bereitschaft zur Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung. In dem Satz „Pferde sind die besten Lehrmeister“ liegt die feinstoffliche Wahrheit und oft mehr, als uns bewusst sein mag. Ganzheitlich darf man vielleicht auch gleichsetzen mit Harmo-nie auf allen Ebenen. Alles fließt; es stellt sich das sogenannte „Flow“-Gefühl ein, wenn alles im Einklang ist.

Dem eigenen Bauchgefühl folgen

Ein beliebig adaptiertes Beispiel für die Realität in vielen Pferdeställen. Wir denken, suchen, recherchieren und handeln zum Beispiel in zwei großen Bereichen. Hier sind wir informiert und handlungsfähig. Die Intuition gibt dem Menschen im Grunde die Antwort auf all seine Fragen. Doch der Druck von Leistung, die eigenen Prägungen und Nöte schneiden oft den Weg zur wahren Verbindung zum Pferd ab und somit zu seiner schönen Entwicklung gemeinsam mit uns Menschen zum glücklichen und gesunden Reitpferd. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Holistische Pferdeentwicklung“ in Natural Horse Ausgabe 04/2019

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