von Nicole Künzel

Foto: Antje Wolff

Foto: Antje Wolff

Sollte es etwa so sein, dass dieser schwingende Rücken eine Definitionssache ist und ein jeder sie anders sieht? Oder wie wäre es sonst zu erklären, dass sich so viele Reiter nicht um einen korrekten, durchdachten Muskelaufbau ihres Pferdes und damit um ein korrektes Arbeiten des Pferderückens bemühen? Der schwingende Rücken ist unter Einhaltung unserer klassischen Dressurprinzipien das Resultat eines gesunden Bewegungsablaufs und somit die Grundlage und das Ergebnis ebenjener Arbeit mit unseren Pferden. Wie kann es dann sein, dass trotz allen theoretischen Wissens eine korrekt ausgeführte Dehnungshaltung von nicht wenigen Ausbildern, die sich die reine klassische Lehre auf ihre Fahnen geschrieben haben, komplett ignoriert, ja vollständig ablehnt wird? Anzutreffen ist eine mangelnde Durchlässigkeit bei einem Großteil unserer Reitpferde – egal in welcher Sparte!

Welch ein Gefühl!

Der Weg dorthin: Er wirkt von außen oft unspektakulär, hier und da langatmig, denn das genaueste Arbeiten, das Justieren im Detail, um das wundervolle Gefühl eines schwingenden Rückens herzustellen, braucht Zeit. Der Reiter muss warten, bis das Pferd durch einen sinnvollen gymnastischen Aufbau in der Lage ist, ihn „in seinen Rücken zu lassen“. Dies funktioniert nur, wenn sich das Pferd mit seinen Aufgaben sowie unter seinem Reiter wohlfühlt. Es muss losgelassen und zugleich durch Ausbildung kräftig genug sein, den Reiter auf seinem Rücken wirklich sitzen zu lassen. Ein so vorbereiteter und gymnastizierter Rücken lässt den Reiter bequem sitzen, das Pferd nimmt ihn in seinen fließenden Bewegungen ganz selbstverständlich mit, ohne dabei seine Gangmechanik oder seine zweckmäßige Kopf-Hals-Positionierung zu verändern. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Der schwingende Rücken – Ein Appell“ in Natural Horse 3/2015

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