Fühlen mit der Energie des Pferdes

von Alexandra Rieger

Kommen wir vom Pferd, egal wie unausgeglichen wir vorher hingegangen sind, sind wir geglättet. Diese Art des „Kraft­holens“ verdanken wir der Fähigkeit der Pferde, unsere negative Energie, die wir tagsüber aufgetankt haben – durch die Energie um uns herum, wie Streit mit den Kollegen im Geschäft, mit dem Vorgesetzten, in der Familie oder im Stra­ßenverkehr –, in positive Energie umzuwandeln. Aber nicht nur dadurch wird das Pferd zum Krafttier für uns.

Pferde sind seit Jahrtausenden Begleiter des Menschen und haben ihre (teils auch körperliche) Kraft in vielen Situationen, wie Lastenziehen, in Kriegen als Schutzschild und als Vorteil gegen den Feind, bewiesen. Durch ihr ausgeglichenes Wesen dienen die Pferde aber auch als seelische Stütze und als mentaler Coach und werden dadurch zum Krafttier für den Menschen. Schon im Schamanismus spielten diese Tiere als Krafttiere eine bedeutende Rolle für den Menschen. Aber nicht jeder Mensch zählt das Pferd zu seinem Krafttier und damit zum wertvollen Wegbegleiter.

Verbinder zwischen den Welten

Pferde sind in unserer Zeit solche „Reisebegleiter“, denn sie leben in den zwei Welten gleichzeitig: in der äußeren sichtbaren und in der inneren unsichtbaren. Durch diese Fähigkeit, gleichzeitig in beiden Welten zu Hause zu sein, werden sie zu perfekten Begleitern unserer Entwicklungsreise. Dazu müssen wir ihnen jedoch die Möglichkeit geben, unsere ganz speziellen Seelenqualitäten zu entwickeln. Diese Seelenqualitäten bestehen darin, dass wir zunächst akzeptieren, wer wir sind, was wir sind und wo wir sind, dass wir geduldig, ernsthaft und diszipliniert an uns arbeiten, um so fähiger zu werden, aus dem Herzen heraus zu leben. Diese Qualitäten bilden die Basis, um mit einem starken Willen in Weisheit und Sanftmut zu leben. Dies sind genau jene Qualitäten, die durch die Aktivierung der sieben Energiezentren (Chakren) in uns erwachen. Pferde suchen diese Qualitäten im Menschen, damit sie sich offenbaren können. In einem anderen Milieu ist es ihnen nicht möglich, uns „an die Hand zu nehmen“, das heißt, wir müssen uns vorbereiten, damit wir von ihnen unterwiesen werden können. Der Meister (das Pferd) kann erst dann in unser Leben treten, wenn wir bereit dazu sind. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Das Pferd – mein Krafttier“ in Natural Horse Ausgabe 02/2021

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