Wo ist der Unterschied?

von Anke von Recktenwald

Foto: Anke Recktenwald

Als ich als Lehrerin für Centered Riding® und TellingtonTTouch® begann, ritt ich ein Jungpferd in einer Reitanlage. Die vierjährige Stute war gerade so weit, dass sie lernte, locker mit Reiter zu traben und große Wendungen zu gehen. Ich saß im Remontesitz, heute besser bekannt als Balance- oder Entlastungssitz, um ihrem Rücken die bestmögliche Voraussetzung für Tragfähigkeit zu geben. Eine Reitanfängerin kam gerade zu ihrer Schulstunde und schaute mir ein paar Minuten zu. Am Ende kam sie zu mir und sagte: „Das war so schön, euch zuzuschauen.“ Ich war neugierig, schließlich ritten wir ja nur ein bisschen im lockeren Trab und zeigten keinerlei Dressurlektionen. Darum fragte ich: „Was hat dir so gut gefallen?“ Sie sagte: „Ihr wart so eins wie ein Körper, das sah so harmonisch aus.“ Und ich dachte: „Selbst im Balancesitz hat sie das gesehen.“ Da wurde mir eines der besonderen Geschenke des Centered Riding® bewusst. Es lässt dich eins werden mit der Bewegung des Pferdes, so intensiv, dass es selbst im Schwebesitz sichtbar wird.

Centered Riding® bringt Menschen ins Gleichgewicht, und so verliert man auch Ängste. Denn man ist balancierter und beweglicher, und das gibt Sicherheit. Außerdem werden die Pferde, die so fein geritten werden, sehr kooperativ, und das entstehende Miteinander steigert das Vertrauen enorm.

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Centered Riding versus Connected Riding“ in Natural Horse 03/2018

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