Was braucht ein altes Pferd um fit zu bleiben?

von Barbara Welter-Böller

Vielen Turnierpferden sieht man ihr Alter nicht an, wenn sie in ihrer Jugend- und Aktivzeit verantwortungsvoll trainiert wurden. Doch auch im Freizeitbereich wünscht man sich ein fittes Pferd bis ins hohe Alter. Dazu sollte man wissen, dass stetige Bewegung als Prävention vor schweren Erkrankungen im Alter gilt. Alte Pferde können aber auch durch tägliches Training bewusst gesund erhalten werden und durch die Bewegung werden sie zusätzlich geistig gefördert. Ab 24 Jahren beginnt das Alter und kann, je nach Rasse und Pflege, bis zu 40 Jahren dauern. Aber auch in dieser Zeit ist eine Nutzung mit Rücksicht auf das Alter möglich. 

Muskulatur- und Faszienveränderungen im Alter

Muskulatur und vor allen Dingen die Faszien verändern sich im Alterungsprozess. Im Alter lässt der Flüssigkeitsgehalt im Fasziengewebe nach und es enthält weniger Zwischenzellsubstanz. Die festen Kollagenfaseranteile nehmen zu. Das bedeutet: Die Faszien werden fester, ihre Gleitfähigkeit und ihre Elastizität nehmen ab. In der Jugend zeigen die Muskelfaszien ein klares Scherengittermuster auf. Zudem verlaufen die rautenförmigen Fasern in kleinen Wellenlinien, sodass eine Dehnungskapazität gegeben ist. Bei den älteren Pferden sieht diese Anordnung eher verfilzt aus, die Faszienenden sind hier miteinander verklebt, Elastizität und Dehnfähigkeit sind eingeschränkt. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Bewegung von Anfang an“ in Natural Horse Ausgabe Spezial Pferdesenioren

Weitere Artikel in der gleichen Ausgabe