Foto: Souel Maleh

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Die Ernährung des Pferdes spielte von jeher eine große Rolle und war nah an die Ernährung der Menschen angesiedelt. Hierbei spielten regionale Unterschiede eine Rolle, speziell, wenn es um die Leistungsfähigkeit zum Beispiel in Kriegszeiten ging. Pferde hatten vor allem zwei wichtige Aufgaben für den Menschen zu erbringen. Die eine war in der Landwirtschaft zu helfen und die zweite war in Kriegszeiten Güter von A nach B zu transportieren.

All diese Leistungen konnte das Pferd nur mit einer adäquaten Ernährung erbringen. So kam es, dass sich schon weit vor Christi Geburt die Getreideverfütterung als Zusatzfutter beim Pferd etabliert hat. Die Getreidearten waren vor allem Hafer und Gerste. Es kam auch in manchen Regionen der Welt, wie zum Beispiel bei den Arabern und den Mongolen, dazu, dass zum Teil andere Eiweißquellen benutzt wurden, um das Pferd speziell bei Kriegszügen zu ernähren. Dies war dann zum Teil sogar getrocknetes Fleisch. Nichtsdestotrotz war dem Menschen von jeher bewusst, dass die Grundernährung eines Pferdes in Form von Raufutter zu erfolgen hat. Dies war in aller Regel das Gras der Wiese beziehungsweise der Steppe. Falls Regionen durchquert werden mussten, die nicht ausreichend Gras zur Verfügung hatten, dann wurde es in getrockneter Form mit sich geführt. Bezeichnenderweise wurden in früheren Jahrhunderten auch fast keine Kriegszüge im Winter unternommen. Es war nicht nur für die Soldaten schwierig, genügend Lebensmittel mitzuführen, sondern auch, den enormen Bedarf der zum Teil riesigen Pferdeherden zu decken.

… lesen Sie im Artikel „Zahnprobleme als Zivilisationskrankheit“ in Natural Horse Heft 4

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