Foto: Lisa Kittler

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Dabei wäre es doch viel schöner, den Kindern und Jugendlichen im Umgang mit den Pferden andere Werte zu vermitteln, die für ihre eigene Entwicklung und für das gesellschaftliche Zusammenleben wertvoll sind. Bei einigen alternativen Reitschulen oder „Spaßturnieren“ kann man dies beobachten. Das gemeinsame Bewältigen von Gruselhindernissen, wie Luftballontore oder Raschelplanenwege, fördert den Teamgeist und das partnerschaftliche Handeln der Kinder und Jugendlichen. Akrobatik auf dem Pferderücken stärkt das Körperbewusstsein und die Beweglichkeit. Durch die regelmäßige Pflege sowie Versorgung der ihnen anvertrauten Ponys und Pferde entwickeln sie Verantwortungsbewusstsein sowie die Fähigkeit, Aufgaben zu planen und zu realisieren.
Der Einstieg des Kindes oder Jugendlichen erfolgt meist über den Anfangsunterricht in konventionellen Reitvereinen. Diese sind in das System der Sportreiterei eingebettet, das ganz klar hierarchisch strukturiert ist.
Es geht nicht mehr darum, gemeinsam Spaß zu haben oder einfach Zeit miteinander zu verbringen, sondern einen Springparcours fehlerfrei zu durchreiten oder eine strikt angesagte Dressuraufgabe auf den Punkt korrekt zu reiten. Anfangs macht das Kind das noch für die Eltern oder seine Lehrer, bald wird es aber aufgrund der Ausrichtung seiner Reitausbildung selbst Platzierungen erzielen wollen. Leider wird durch diesen Ehrgeiz die Partnerschaft von Pferd und Mensch meist nicht gefördert, sondern eher durch den häufig entstehenden Leistungsdruck geschädigt. …

… lesen Sie im Artikel „Der falsche Ehrgeiz des Freizeitreiters“ in Natural Horse Heft 4

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