Foto: Cornelia Ranz

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Kaum ein Reiter kommt an ihm vorbei, dem Mythos um den sagenumwobenen Leithengst. Ausgehend von der Annahme, dass es in jeder Pferdeherde einen Leithengst gäbe, der als eine Art Herrscher und Beschützer die Geschicke der Gruppe leitet, orientieren sich viele Pferdetrainer an diesem Bild, um zu erklären warum auch der Mensch diese Chefposition übernehmen soll. Erst wenn der Mensch als Alphatier bzw. Führungspersönlichkeit anerkannt wird, soll angeblich ein fügsames, unkompliziertes Pferd folgen. Nun hat sich in der wissenschaftlichen Forschung herausgestellt, dass es den Leithengst so gar nicht gibt. Jede Pferdegruppe ist ein stark individualisierter Verband in dem jedes einzelne Tier seine Aufgaben hat und bestimmte Rollen einnimmt. Es wurde etwa nachgewiesen, dass durchaus auch Stuten Führungsrollen übernehmen und dass es je nach Situation, Jahreszeit, Motivation und vielen anderen für uns unsichtbaren Gründen mehr mal das eine mal das andere Pferd die Rolle des Anführers übernimmt, die man früher vereinfacht lediglich dem Leithengst zugeordnet hat. Sogar Jungpferde können dabei in bestimmten Situationen solche Aufgaben wie die Erkundung neuer Areale oder die Absicherung der Gruppe übernehmen.

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