Pferde mit eigener Energie bewegen

von Ulrike Dietmann

Pferde sind fantasievoller, als wir glauben. Das ist eine gute Nachricht. Anstatt mit Gerte und Peitsche zu wedeln, können wir sie mit unserer reinen Vorstellungskraft bewegen. Aber auch das will geübt sein. Ich möchte dir zwei Geschichten erzählen über die außerordentliche Kraft der Fantasie und wie sie auf Pferde wirkt, und dann lade ich dich ein zu einer Checkliste, mit der du testen kannst, wie stark deine Fantasie wirklich ist und ob sie ausreicht, um die Pferde in deinem Leben zu inspirieren. Lass dich auf ein fantasievolles Abenteuer ein!

In dem Seminar war eine erfahrene Pferdetrainerin zu Besuch, eine prominente Persönlichkeit aus der Pferdeszene. Sie wollte sich weiterbilden und lernen, was in der Beziehung zu Pferden noch alles möglich war. In der Übung an diesem Tag ging es darum, sich ein Pferd auszusuchen, mit dem man arbeiten wollte, und sich ein Ziel zu setzen, das man erreichen wollte. Das Lernziel in der Übung war, dass man mit dem Pferd zusammenarbeiten sollte, anstatt es einseitig zu etwas Vorgegebenem zu bewegen. Susanne (Name von der Redaktion  geändert) wählte einen jungen Wallach. Ihr Ziel war, das Pferd frei zu longieren auf der rechten und der linken Hand im Schritt, Trab und Galopp und dabei eine fließende Bewegung mit ihm zu finden. Sie fand einen feinen Kontakt zu dem Pferd. Es war deutlich sichtbar, dass sie genau wusste, wie sie sich positionieren musste, wie viel Energie sie schicken musste und wann sich zurücknehmen. Sie hatte außerdem zwei Gerten dabei, eine kurze und eine längere. Mit der kürzeren kontrollierte sie die Vorhand, mit der längeren trieb sie das Pferd an. Ihre Technik war professionell und beeindruckend. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Durch die Macht der Fantasie“ in Natural Horse Ausgabe 03/2020

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