… artgerecht und achtsam

Foto: privat

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NH: Was sind die natürlichen Bedürfnisse unserer Pferde – die Basis, wenn wir die Haltung aus Pferdesicht betrachten wollen?
ZF: Da ist zunächst der Sozialkontakt. Pferde brauchen Artgenossen, mit denen sie sich vertragen − aber noch mehr Freunde, die sie mögen, mit denen sie spielen oder Fellpflege betreiben können. Dann müssen sie ständig die Möglichkeit haben, sich mit der Futteraufnahme zu beschäftigen und zu trinken. …

Pferde fühlen sich nur sicher, wenn sie einen Rundumblick in ihrem Haltungsumfeld haben, um alles beobachten zu können  (Erkundungsverhalten). Zum täglichen Komfortverhalten gehören Wälzen auf einem geeigneten Platz mit lockerem Sand oder einer Wiese, das Schubbern und Kratzen an Bürsten und natürlich auch die soziale Fellpflege. …

NH: Bei gutem Management kann also auch die Boxenhaltung ansatzweise pferdegerecht gestaltet werden. Wie zeigen es die Pferde, wenn dem nicht so ist?
ZF: Deutliche Alarmsignale sind Lippenlecken, häufiges Gähnen, Zungenspielen, Holznagen, Boxenlaufen bis zu Schlagen gegen die Boxenwände und Wetzen an Gitterstäben. Einige Pferde zeigen ihren Stress so recht deutlich, andere verfallen eher in eine Apathie, die schwererals Verhaltensabweichung zu erkennen ist. …

Lesen Sie das ganze Interview mit Dr. Margit Zeitler-Feicht in Natural Horse 5

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