Mechanische Sitzhilfe zum Reitunterricht?

von Kirsten Fleiser

Sich auf den Rücken eines Pferdes zu schwingen und perfekt loszureiten ist der Traum eines jeden Reiters. Doch oft sieht die Realität anders aus und man fällt dem Pferd einfach in den Rücken und der Sitz ist gar nicht perfekt. Doch dieser lässt sich einfach überprüfen, ohne dabei ein Pferd kaputt zu reiten – mit der Hilfe von Reitsimulatoren und Sitzhilfen. 

Was kann mit den technikgetragenen Einheiten erreicht werden? Reiten ist als Sport ein sehr komplexes Ganzkörpertraining mit vielen positiven Trainingseffekten – sowohl physischen als auch psychischen. Nach meiner Einschätzung können bis zu circa 80 Prozent der Effekte, die auf dem lebenden Tier Ergebnis der Reitaktivität sind, auch durch die – im wahrsten Sinne – Trockenübung erzielt werden.

Welche spezifischen Vorteile hat ein mechanisches Pferd?

Sie sind jederzeit wetterunabhängig einsetzbar und können nicht überlastet werden, wobei es auch hier Gewichtsgrenzen von circa 95 Kilogramm gibt. Eine Verlagerung des Trainings auf den Sitztrainer schont die eingesetzten Schul- und Therapiepferde. Sofern korrekt gegeben, reagiert der Simulator vorhersehbar in der gewünschten Weise auf die jeweiligen Hilfen. So wird emotionaler Stress vermieden, der bei Unzufriedenheit mit der Ausführung der Aufgabe durch das eigene Pferd entstehen könnte. Es ist deutlich geringerer Platzbedarf vonnöten, als eine Reithalle erfordern würde. 

Folgende Reitsimulatoren & Sitztrainer im Check:

Dressursimulator Hannover – 

Kentauros System „Jean-Paul“

SiKoRei

Sitztrainer „Horst“

Hooo…Go! und Reitnudel ReSi (= Reiten am Sitz) – www.smartreiten.com

 

Salli-Sattelstuhl – www.balance-and-more.de

Ein Stuhl fürs Büro, aber er simuliert den Sitz auf einem Pferd. Dabei werden der Rücken und der Nacken gestützt. 

 

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Reitsimulatoren & Sitztrainer“ in Natural Horse Ausgabe 01/2021

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