Zivilisationskrankheiten betagter Pferde

Geht man durch die Ställe, begegnen einem immer mehr Pferde mit grauem, kantigem Gesicht, altersweisen Augen und manchmal einem verschmitzten Grinsen in den faltigen Maulwinkeln. Die Anzahl an alten und sehr alten Pferden nimmt stetig zu und damit auch die Herausforderungen an die Besitzer und die Stallbetreiber. Christina Fritz hat die Zivilisationskrankheiten der Pferde unter die Lupe genommen.

Oldies auf den Zahn gefühlt

„Ach, das Pferd ist schon so alt, das braucht keinen Zahnarzt mehr“, „Der frisst doch super, der hat nix an den Zähnen“, oder: „Es ist doch normal, dass alte Pferde mager sind und schlecht fressen“ sind nur einige Sätze, die man in Verbindung mit alten Pferden bringt. Dr. Karin Palmer und Mag. Caroline Rezabek plädieren gerade bei Pferdesenioren für eine regelmäßige Zahnkontrolle. Sie erklären welche Probleme und Erkrankungen es bei alten Pferden auftreten können und wie die Behandlung aussieht.

Pferdesenioren im Offenstall

Wenn Pferde älter werden, kristallisieren sich bei den Senioren Vorlieben heraus – gerade was die Haltung anbelangt. Hier kann der Umzug in einen anderen Stall,
vielleicht gar in einen Offenstall, zum
Hasardspiel werden. Denn was wäre, wenn das ältere Pferd sich nicht in die Herde einfügen kann? Tanja Romanazzi erklärt, worauf man bei einem alten Pferd in einem Offenstall achten sollte.

Körpergefühl schulen

Alte Pferde sind oft in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und wirken daher unsicher. Der Senior hat ein vermindertes Körpergefühl. Dr. Ruth Katzenberger-Schmelcher und Yvonne Katzenberger zeigen mit welchen Übungen man das Körpergefühl – auch bei alten Pferde – schulen kann.

Sanfte Beschäftigung für Pferderentner

Oft kann sich ein Pferderentner aufs Abstellgleis abgeschoben fühlen, wenn man ihn nur auf die Weide stellt. Aber es gibt viele sinnvolle und entspannende Beschäftigungen, die auf sanfte Weise Mensch und Pferd gut tun. Martina Kiss hat einige Beschäftigungen zusammengestellt um Pferderentnern zu zeigen, dass sie durchaus noch gebraucht werden.

Das Knotenhalfter

Die einen begreifen ein Knotenhalfter als sinnvolles und direktes Kommunikationsmedium zwischen Pferd und Mensch, die anderen verpönen es wegen zu starker Druckpunkte und Schärfe. Lorella Joschko recherchierte die Geschichte, die ursprüngliche Anwendung und interviewt Experten zu der Verwendung des Knotenhalfters.

Hypermobilität beim Pferd

Im Humanbereich ist die Hypermobilität schon lange. Bei den Pferden rückt diese Überbeweglichkeit der Körperstrukturen erst in den letzten Jahren in den Vordergrund. Ellen Wolff erklärt was Hypermobilität ist, wie die Auswirkungen sind und wie man ein hypermobiles Pferd managen kann.

Hufgesundheit und Faszien

Neueste Erkennt­nisse in der Faszienforschung lassen beim Thema Hufgesundheit manches in neuem Licht erscheinen. Ein konstruktiver Dialog zwischen der Pferdeosteopathin Cornelia Klarholz und dem Huf­experten Martin Bösel zeigt moderne Wege auf. Claudia Nachtwey hat die beiden Experten interviewt.

Mikrozirkulation

Wenn Zellgewebe und Organe nicht bis in die allerkleinsten Gefäße optimal durchblutet sind, können sie nicht ausreichend mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden. Verantwortlich dafür ist unter anderem eine funktionierende Mikrozirkulation. Andrea Kargerer informiert was es damit auf sich hat.

Störende Narben

Narben sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch den Energiefluss im Pferdekörper stören. Brand- oder Kastrationsnarben sind oft ein gutes Beispiel warum ein Pferd nicht losgelassen gehen kann. Dr. Christina Fritz klärt auf warum Narben das Pferd beeinflussen kann und wie diese entstört werden können.