Foto: Andrea Zachrau

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Als Nächstes ist ein Hamburger Unternehmer an der Reihe, der in seiner Firma einem 30-köpfigen Team vorsteht. Er entscheidet sich für den großen Fuchs Walter, der mit ihm ohne Probleme die einzelnen Stationen durchläuft. Die Seminarteilnehmer beschreiben das Gesehene jedoch mit Worten wie „schwunglos“, „ruhig“ und „unwohl sein“. „Der kennt den Weg“, ist der Kommentar des Hamburgers. „Das stimmt schon, aber glaubst du, dass er ihn auch ohne dich gehen würde?“, will die Trainerin wissen. Der Geschäftsmann schüttelt den Kopf: „Vermutlich nicht.“ Genauso ist es auch im Geschäftsleben: „Selbst wenn ein Mitarbeiter weiß, worum es geht, wird er nicht unbedingt den Weg allein laufen, wenn ihm die Führung fehlt“, überträgt Verena Neuse das Verhalten des Pferdes auf das Arbeitsleben. Und auch die Tatsache, dass der Unternehmer eingeräumt hat, dass der Umgang mit dem Pferd ihm eigentlich nicht behage, bringt Verena in den Zusammenhang mit seiner Rolle als Chef. „Gibt es Situationen in deinem Job, in denen du mit Menschen umgehst, mit denen du privat nichts zu tun haben wolltest?“

Der Mann überlegt kurz und stellt fest: „Ja klar.“

Aha-Effekte wie diese gibt es an diesem Tag auf Gut Sachsenwaldau in Reinbek einige. Begonnen hatte der Kurs mit einer kurzen Einführung im Seminarraum und der Vorstellung aller Teilnehmer. Die Gruppe ist bunt gemischt und reicht von einer Psychologiestudentin über die Mitarbeiterin eines Zeitarbeitsunternehmens, die von ihrer Chefin angemeldet wurde, bis hin zu Reitlehrerinnen, die sich für eine Ausbildung zur Trainerin des pferdegestützten Persönlichkeitstrainings interessiert.

… lesen Sie im Artikel „Was der Boss vom Ross lernen kann“ in Natural Horse Heft 4

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