Wer fein fragt, bekommt feine Antworten

von Petra Haubner

Foto: Petra Haubner

Wir brüllen unsere Pferde viel zu oft an und merken dabei oft nicht, wie respektlos wir dadurch auf sie wirken. Wir brüllen mit der Körpersprache, mit der Stimmstärke, leider manchmal auch mit der Gerte. Allein die Entscheidung, welche Gerte wir benutzen, kann einen Unterschied in der Lautstärke machen. Ein Stick brüllt lauter als eine feine Reitgerte, eine Longierpeitsche schreit geradezu aus Pferdesicht. Zumindest wenn der Mensch ein Pferd vor sich hat, das sich nicht schon die Ohren zuhält, sobald es mit dem Menschen trainiert.

Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Kommunikation muss wachsen, und Mensch und Pferd müssen die individuelle Sprache des anderen verstehen lernen. Nach und nach kann somit eine immer feinere Kommunikation entstehen. Pferde sind auch manchmal laut, wie zwei Hengste, die miteinander um die Herde kämpfen, oder Stuten, die die Rangfolge diskutieren wollen. Da kommen Hufe und Zähne zum Einsatz. Es wird gebrüllt und geschrien, und das finden die Pferde in diesem Moment legitim – wenn ein Pferd laut spricht, darf das andere laut antworten. Muss es vielleicht sogar, damit die restliche Herde weiterhin Vertrauen in das Pferd haben kann. …

Lesen Sie mehr zum Thema im Artikel „Leise Töne und hohe Energie“ in Natural Horse 03/2017

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